
Nach einem Zwischenstopp in Zumaia entscheiden wir noch bis nach Deba oder ggf. kürzer zu wandern, da es erst 11h war und die Hafenstadt im Nebel wenig einladend wirkte.
In Elorriaga gibt der Küstenwanderführer an, dass es eine alternative Route zum offiziellen Weg an der Küste gibt.
Diese ist zusätzlich auch im Ort beschrieben, hier die Detailkarte am Weg.

Der Wanderführer empfiehlt die Route nur nach reiflicher Überlegung zu machen. Totaler Blödsinn. Die Überlegung sollte wie folgt sein: In der Dorfkneipe ein Bier trinken und sich die Panoramafotos dieses Wanderwegs an den Wänden anschauen. Anja will lieber den offiziellen laufen, da weniger Streß, bzw. strapaziös.
Mein Vorschlag: Einmal an den Anfang des roten Wegs laufen und vorfühlen.
Danach kommt sie begeistert wieder, viel schönere Aussichten als auf der Teerstraße. ¡Venga!


Wir nehmen den etwas versteckter markierten roten Weg und sind nur mit Basken unterwegs und voll begeistert.


Empfehlenswerter Doku zum Baskenland, die in den ersten acht Minuten genau diesem geologischen Ausschnitt erläutert.


Noch zwei Detail-Hinweise zum Wanderführer:
-  Der Weg Richtung Eisenbahntunnel und wieder über die Wiese hoch ist eher umständlich (S. 76) und für mich auch eher verwirrend beschrieben. Aktuell waren die Markierung gut und einleuchtend von daher orientiert man sich besser an den Weidezäunen und den darauf gemalten rot-weißen Markierungen, dann kommt man etwas höher an der dann wieder beschriebenen Betonpiste an.
- Die etwas schwierigere Stelle, die der Wanderführer beschreibt ist m.E. leicht. Ich vertraue auf die langjährige Beziehung zwischen mir und meinem Wanderschuh-Hersteller, sowie den lokalen Wanderfreunden, die den bei Regen sicherlich sehr rutschigen Anstieg zusätzlich rechts mit Steinen gesichert haben. Das im Buch erwähnte zusätzliche Seil existiert allerdings nicht mehr. Auch diese Info hatte mich eher verwirrt als geholfen, visualisiert hatte ich hier einen mit Seil gesicherten Klettersteig, es handelt sich aber einfach nur um einen kurzen steilen Anstieg, der bei Nässe, Unachtsamkeit und schlechtem Schuhwerk zu einem Hindernis werden kann.

Darf’s ein bisschen mehr Abenteuer sein? Beim zweiten oder dritten Panoramablick kann man an einem Seil an den unteren Küstenrand gelangen. Ohne Rucksack und Jonathan würde Anja sofort runterklettern. Mir reicht das anschauen von oben, ich spar lieber meine Kraft, da ich mit so einer Stelle im späteren Wanderverlauf noch rechne (s.o. 2. Hinweis).
Hier das Video von dieser Stelle.
Ähnliche Stelle nur etwas höher an der Weidezaunmarkierung entlang.
Die Aussichten sind mehr als lohnend, auch wenn das Wetter nicht super topp ist.

- Ort: Deba
- Unterkunft: Pension Zumardi telf: 943192368
- Kosten: 65 € im DZ